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Umfrage zeigt: Vertrauen wird der entschei­dende Faktor für AI – bei Inhalten und Empfeh­lungen

#agenticshopping #ai #ecommerce #künstlicheintelligenz #vertrauen
Unsere Umfra­ge­er­geb­nisse zeigen klar: Vertrauen in AI entsteht auf verschie­denen Ebenen durch Trans­parenz. Was banal klingt, ist business-kritisch: Wenn User nicht erkennen können, woher Inhalte stammen oder wie sicher eine AI-Empfehlung ist, entstehen Zweifel an der Qualität und damit Ableh­nungs­ten­denzen. AI-Systeme müssen Kontext geben und Unsicher­heiten offen­legen, gerade bei automa­ti­sierten Empfeh­lungen wie im Agentic Shopping
Philipp Spreer

Philipp Spreer

Managing Director bei elaboratum

Vertrauen in Künst­liche Intel­ligenz entwi­ckelt sich zu einer der zentralen Erfolgs­fak­toren im digitalen Kunden­er­lebnis. Unsere Kunden-Umfrage mit 200 Teilnehmer*innen, durch­ge­führt vom 2. bis 9. März 2026, zeigt: Vertrauen in AI ist kein eindi­men­sio­nales Thema. Seine Relevanz zeigt sich unter anderem beim Umgang mit Inhalten und bei AI-gestützten Entschei­dungen.

Kreisdiagramm: „Vertrauen auf dem Prüfstand – 55 % glauben, KI-generierten oder manipulierten Inhalten begegnet zu sein." Umfrageergebnisse: Ja 55 %, unsicher 19 %, nein 17 %, weiß nicht 8 %, keine Angabe 1 %.
Anteil der Befragten, die in den letzten 12 Monaten mindestens einem Inhalt begegnet sind, den sie als durch AI erstellt oder manipu­liert

Beim Vertrauen in Inhalte steht für viele Nutzer*innen die Frage im Mittel­punkt, ob Infor­ma­tionen authen­tisch und verlässlich sind. Mehr als 50 % der Befragten geben an, in den letzten zwölf Monaten auf Inhalte gestoßen zu sein, die vermutlich durch AI erstellt, aber nicht gekenn­zeichnet oder sogar durch AI manipu­liert wurden. Genannt werden vor allem Bilder, Videos und täuschend echte Nachrichten. Diese Erfah­rungen führen zu wachsender Unsicherheit im Umgang mit digitalen Infor­ma­tionen.

Balkendiagramm: „Bilder unter Generalverdacht – mit 76 % am häufigsten als KI-manipuliert genannt." Umfrageergebnisse (Mehrfachnennung möglich, Angaben in Prozent): Bild 76 %, Video 64 %, Nachricht 48 %, Profil 41 %, Anruf 20 %, Sonstige 3 % (u. a. YouTube Stories, Chat auf Kleinanzeigen), Weiß nicht 2 %.
Verteilung der Inhalte, denen Befragte begegnet sind und bei denen sie vermuten, dass sie mit KI erstellt oder manipu­liert wurden (Mehrfach­nen­nungen möglich).

Für Unter­nehmen bedeutet das jedoch nicht automa­tisch, selbst Inhalte „absichern“ zu müssen wie Platt­formen. Entscheidend ist vielmehr, die eigene Absen­der­rolle klar und vertrau­ens­würdig zu gestalten. Dazu gehört, Inhalte eindeutig zu kennzeichnen, Herkunft trans­parent zu machen und Nutzer*innen Orien­tierung zu geben, wann und wie AI im Einsatz ist.

Die zweite Dimension betrifft das Vertrauen in AI-gestützte Empfeh­lungen, etwa im Kontext von Agentic Shopping. Hier verschiebt sich der Fokus: Nutzer*innen hinter­fragen weniger die Echtheit von Infor­ma­tionen, sondern die Qualität und Verläss­lichkeit von Entschei­dungen. Akzeptanz entsteht vor allem dann, wenn Empfeh­lungen nachvoll­ziehbar sind und Nutzer*innen die Kontrolle behalten.

Aus Sicht der Befragten sind drei Maßnahmen besonders wirkungsvoll:

  • trans­pa­rente Quellen,
  • Begrün­dungen für Empfeh­lungen
  • das Sicht­bar­machen von Unsicher­heiten.

Diese Faktoren zahlen direkt auf das Gefühl ein, infor­mierte Entschei­dungen treffen zu können und sind ein zentraler Hebel für Nutzung und Conversion.

Balkendiagramm: „Quellenangaben und Ergebnissicherheit – Was KI-Empfehlungen vertrauenswürdig macht." Anteil der Befragten, die voll und ganz zustimmen (in Prozent): Verlinkung der Quellen 35 %, (Un-)Sicherheit des Ergebnisses 30 %, Begründung des Ergebnisses 21 %, Gegenüberstellung von Alternativen 19 %, Erwartete Ersparnis 19 %, Energieaufwand der KI 13 %.
Vertrau­ens­för­dernde Maßnahmen in AI-Empfeh­lungen

Für Unter­nehmen ergibt sich daraus eine klare Priori­sierung. Statt auf generische Warnhin­weise oder isolierte Maßnahmen zu setzen, sollten AI-Systeme so gestaltet werden, dass sie Orien­tierung bieten. Konkret bedeutet das, Empfeh­lungen erklärbar zu machen, Unsicher­heiten kontex­tuell zu kommu­ni­zieren und bewusst Wahlmög­lich­keiten offen­zu­halten.

Vertrauen wird damit nicht zu einer reinen Kommu­ni­ka­ti­ons­aufgabe, sondern zu einem Gestal­tungs­prinzip für AI-basierte Produkte und Services. Unter­nehmen, die diese Prinzipien früh verankern, schaffen nicht nur Akzeptanz, sondern auch die Grundlage für nachhaltige Nutzung und wirtschaft­lichen Erfolg.

Darstellung eines Menschen und eines KI-Roboterarms in einer vertrauensbildenden Interaktion
Anke Raloff

Anke Raloff
Marketing & PR
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ed.mutarobale@ffolar.ekna

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