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Agentic Shopping: Trend­thema im E‑Commerce – doch Konsument*innen bleiben noch zurück­haltend

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Agentic Shopping stösst auf Interesse, ist aber noch kein Massen­phä­nomen: Konsument*innen nutzen AI aktuell vor allem für Inspi­ration und Vergleich, wollen Entschei­dungen jedoch selbst treffen – so richtet auch ChatGPT seinen Shopping-Assistent derzeit aus. Für Unter­nehmen heisst das klar: Prozesse und Worflows müssen weiterhin um den Human-in-the-Loop gebaut werden.
Philipp Spreer

Dr. Philipp Spreer

Managing Director bei elaboratum

Agentic Shopping gehört aktuell zu den meist­dis­ku­tierten Trends im E‑Commerce. Platt­formen wie OpenAI mit der „Shopping Research“-Funktion in ChatGPT zeigen, wie AI‑basierte Einkaufsassistent*innen Produkt­suche, Vergleich und Geschenk­auswahl verändern können. Doch wie offen sind Konsument*innen wirklich für diese neue Art des Einkaufens?

Unsere Umfrage mit 196 Teilnehmer*innen, durch­ge­führt vom 24. bis 26.11.2025, liefert dazu ein klares Bild: Konsument*innen sind aktuell deutlich verhal­tener in ihrem Nutzungs­ver­halten, als es die öffent­liche Debatte vermuten lässt.

Visualisierung der Nutzung von AI beim Online‑Einkauf
Mehr als 60 % der Befragten nutzen AI-Beratung beim Online‑Shopping selten oder nie.

Unsere Umfrage zeigt: Shopping-Beratung durch AI ist aktuell noch kein Massen­phä­nomen ist. Nur rund 13 % der Befragten lassen sich häufig oder sehr häufig von AI‑Assistenten beraten. Die Mehrheit ist jedoch nach wie vor zurück­haltend: Rund 62 % nutzen AI selten oder nie beim Online‑Shopping.

Visualisierung der Nutzung von AI-Empfehlungen nach Branche
AI‑Empfehlungen werden vor allem im E‑Commerce genutzt.

Ein Blick auf die Branchen zeigt, wo Agentic Shopping heute bereits statt­findet. Am häufigsten nutzen Befragte AI‑Empfehlungen im Online‑Handel selbst, zum Beispiel für Produkt­emp­feh­lungen oder Vergleiche. Rund 42 % haben hier bereits Erfah­rungen mit AI‑Beratung gemacht. Danach folgen Reisen mit etwa 23 % sowie Gesundheit mit rund 33 %. Deutlich seltener wird AI in Banken und Versi­che­rungen genutzt – jeweils nur rund 10 bis 11 %. Gleich­zeitig geben über 27 % an, dass sie in keiner der abgefragten Branchen auf AI‑Empfehlungen vertrauen.

Visualisierung der Bereitschaft zur AI-Automatisierung
AI wird eher für Inspi­ration akzep­tiert als für automa­tische Entschei­dungen.

Beim Thema AI-Automa­ti­sierung zeigen sich Konsument*innen derzeit sehr zurück­haltend. Zwar können sie sich gut vorstellen, dass eine AI automa­ti­siert bei Inspi­ration, Vergleich oder Produkt­auswahl unter­stützt. Vollau­to­ma­tische Handlungen wie Abover­län­ge­rungen oder Versi­che­rungs­ab­schlüsse stossen jedoch auf grosse Skepsis. Rund die Hälfte oder mehr lehnt solche automa­ti­schen Aktionen ab. Deutlich höher ist die Akzeptanz, wenn die Nutzer*innen die Kontrolle behalten: Die AI darf vorbe­reiten oder vorschlagen, die endgültige Entscheidung wollen sie selbst treffen. Je sensibler das Thema, desto grösser die Zurück­haltung.

Was bedeutet das für den E‑Commerce?

Agentic Shopping ist ohne Frage eines der spannendsten Zukunfts­themen im Handel. Unsere Umfrage zeigt aber: Viele Konsument*innen sind noch vorsichtig. Sie testen AI punktuell, wollen aber Kontrolle behalten und vermeiden automa­tische Entschei­dungen.

Für Unter­nehmen heisst das nicht, abzuwarten. Die Entwick­lungen in 2025 haben gezeigt, wie schnell sich Nutzungs­ver­halten ändern kann. Wer heute in trans­pa­rente AI‑Funktionen, klare Nutzer­frei­gaben und verständ­liche Kommu­ni­kation inves­tiert, schafft die Basis für Vertrauen und ist bereit, wenn Agentic Shopping im Alltag wirklich ankommt.

Agentic Shopping
Anke Raloff

Anke Raloff
Marketing & PR
+49 173 49 30 053
ed.mutarobale@ffolar.ekna

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